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Warum "Sujet"?


Warum "Sujet"?

Sujet at Work

Uns geht es um die doppelte Bedeutung des Wortes: Zum einen ist es das Subjekt, das handeln kann, entscheiden kann, etwas tun kann. Zum anderen braucht es in unserer Welt bestimmte Dinge um handlungsfähig zu werden: Man muss sich bestimmten Zwängen unterwerfen, bestimmte Rollen erfüllen, man muss bestimmte mächtige Positionen erlangen, auf bestimmte Art und Weise sprechen können. Diese Doppelbedeutung liegt in dem französischen Begriff "sujet" (vgl.: asujetissement" = Unterwerfung) deutlicher als in dem deutschen "Subjekt".

Oder, wie Michel Foucault es formuliert hat: "Heute besteht die Fragestellung des Philosophen nicht mehr darin, herauszufinden, wie die Welt vom Subjekt erlebt, erfahren und durchquert werden kann. Das Problem, das sich heute stellt, ist, herauszufinden, welches die Bedingungen sind, die jedem Subjekt überhaupt auferlegt sind, so dass es sich in das systematische Netz dessen, was uns umgibt, einfügen, darin funktionieren und als Knotenpunkt dienen kann." Zit. nach: Michel Foucault: Die Wahrheit und die juristischen Formen. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002. S. 172.

Außerdem mögen wir beide Frankreich sehr und fanden es toll, mal einen französischen Begriff zu nehmen - ansonsten ist ja in der BeraterInnenwelt immer alles englisch.

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