Projekt Gender/Stress

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Geschlechterrollen(-stereotype) und psychische Belastungen in der Arbeit zusammenhängen: Haben die Bildern von Männern bzw. Frauen in einem Beruf und Tätigkeitsfeld Einfluss auf die Wahrnehmungen von Belastungen und Ressourcen? Können Menschen in “Frauenberufen“ die spezifischen Anforderungen an Beziehungs- und Gefühlsarbeit im Umgang mit KundInnen als Belastung benennen? Können Männer ohne berufliche Sanktionen sagen, dass sie Unterstützung brauchen oder einen Fehler gemacht haben?
Das Projekt setzt bei den psychischen Belastungen an, da psychische Belastungen/Stress in den meisten Branchen deutlich zunehmen, diese aber im Unterschied zum technischen Arbeits- und Gesundheitsschutz bisher wenig Aufmerksamkeit in den Betrieben erhalten. Bei der Betrachtung des Themas wird sichtbar, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz in weiten Fällen noch geschlechtsblind ist. Die Strategie Gender Mainstreaming wird hier so gut wie nicht angewendet. Das Projekt untersucht und beschreibt die geschlechtspezifischen Perspektiven auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz anhand des Umgangs mit psychischen Belastungen und Ressourcen in den Betrieben. Exemplarisch werden im Projekt in drei ausgewählten Organisationen Handlungsansätze entwickelt, die das Vorgehen und die Instrumente in der Gefährdungsbeurteilung ergänzen, erweitern oder weitergehend verändern.

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